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Achtung: Die FAQ wurde ersetzt durch die Xedos-Wiki, zu finden unter -> http://wiki.xedos-community.de
Im Gegensatz zu "modernen" Autos, die einen richtigen Fehlerspeicher im Computer haben, der mit Hilfe eines Laptops ausgelesen werden kann, geht es im Xedos noch etwas altertümlich rustikaler zu. Hier werden die Fehlercodes per Codezyklen an einer Klemme im Motorraum übermittelt. Diese Codezyklen können auch selbst als Blinksignale per LED ausgelesen werden.
Werkstätten haben für diesen Zweck ein entsprechendes Diagnosegerät namens 'SST' (Systemselektor), das diese Blinksignale in Codenummern umwandelt. Hier nun die einfache Variante für Jedermann, gültig allerdings nur für den V6-Motor.
Man benötigt zwei ca. 15-20cm lange, isolierte Kabel (Litze) mit 1.5qmm oder 2.5qmm Querschnitt und eine 12V-LED (keine Blink-LED) oder eine herkömmliche LED und einen Vorwiderstand, z. B. 1kOhm.
Schritt 1: Öffne die Motorhaube und lokalisiere den schwarzen, rechteckigen Diagnosestecker hinter der Batterie mit dem Wort "DIAGNOSTIC" auf der Abdeckung.
Schritt 2: Den schwarzen Diagnosestecker öffnen; im Deckel befindet sich ein Plan der Kontakte. Lokalisiere die als TEN und GND bezeichneten Kontakte. Vorsicht: Beachte, dass spannungsführende Kontakte in der Umgebung sind, die mit dem Kabel nicht berührt werden dürfen!
Schritt 3: Stelle sicher, dass der Zündschlüssel auf OFF steht, die Handbremse angezogen ist und der Leerlauf eingelegt bzw. die Automatik auf 'N' (Neutral) gestellt ist.
Schritt 4: Nimm ein Stück isolierten Drahtes, isoliere an jedem Ende 1cm ab und bilde eine Drahtschleife. Starrer Draht ist hier von Vorteil.
Schritt 5: Verbinde mit dieser Drahtschleife die beiden Klemmen GND und TEN miteinander. Achte aber darauf, dass Du keine anderen Klemmen berührst!
Schritt 6: Verbinde die 12V-LED (oder die LED mit dem Vorwiderstand) mit den Klemmen B+ (LED Anode/+) und FEN (LED Kathode/-). Achte auch hier darauf, dass Du nicht versehentlich andere Kontakte berührst, denn Du könntest damit Einiges zerstören!
Schritt 7: Drehe den Zündschlüssel auf ON (Zündung, die Kontrollleuchten brennen), starte aber nicht das Auto. Nun blinkt die LED und zeigt so die Fehlercodes an. Wenn sie nicht blinkt, liegen keine Fehler vor.
Schritt 8: Die Codes werden per Blinksignale ausgegeben, beginnend mit dem niedrigsten Code. Die Blinkcode ähneln ein wenig Morsecodes; ein kurzes Aufleuchten entspricht 1s, ein langes Aufleuchten 10s. Ein Blinksignal wie "-- -- - - - -" entspricht also dem Code 24.
Schritt 9: Um die Codes, also den Fehlerspeicher zu löschen, klemmt man den Minus-Pol an der Batterie für zwei Minuten ab, während die linke vordere Tür geöffnet ist oder man tritt das Bremspedal.
Schritt 10: Schalte die Zündung wieder aus, drehe also den Zündschlüssel auf OFF, bevor Du die Drähte am Diagnosestecker entfernst. Und sei vorsichtig beim Entfernen der Drähte, dass Du nirgends sonst dran kommst!
Schritt 11: Falls mehr als nur ein Code gespeichert ist, kann es sinnvoll sein, alle Fehler zu löschen und erneut auszulesen. Es ist nicht ungewöhnlich für sporadisch auftretende Fehler unter merkwürdigsten Umständen aufzutreten. Deshalb sollte man die Codes mehrfach auslesen, bevor man viel Geld für Reparaturen ausgibt.
Die folgende Liste zeigt die Fehlercodes. Genannt werden jeweils Fehlerquelle und Ursache:
| | 01 | | | | Zündimpuls (Zündschaltgerät) | | Kein IGf-Signal - Steckverbinder Zündschaltgerät - Verkabelung zw. Zündschaltgerät und ECU - Zündschaltgerät |
| | | | | | | | | 02 | |  | | NE-Signal (Kurbelwinkelgeber) | | Kein NE-Signal - Steckverbinder des Kurbelwinkelgebers - Verkabelung zw. Hauptrelais und Geber - Verkabelung zw. Geber und ECU - Kurbelwinkelgeber |
| | | | | | | | | 03 | |   | | G-Signal (Kurbelwinkelgeber) | | Kein G-Signal, aber NE-Signal - Steckverbinder des Kurbelwinkelgebers - Verkabelung zw. Hauptrelais und Geber - Verkabelung zw. Geber und ECU - Kurbelwinkelgeber |
| | | | | | | | | 05 | |     | | Klopfsensor | | Unterbrechung/Kurzschluß - Steckverbindung Klopfsensor - Verkabelung zw. Sensor und ECU - Klopfsensor |
| | | | | | | | | 08 | |        | | Luftmengenmesser | | Unterbrechung/Kurzschluß - Steckverbindung Luftmengenmesser - Verkabelung zw. LMM und ECU - Luftmengenmesser |
| | | | | | | | | 09 | |         | | Wassertemperatursensor (EGI) | | Unterbrechung/Kurzschluß - Steckverbinder Wassertemperatursensor - Verkabelung zw. Sensor und ECU - Widerstand des Sensors |
| | | | | | | | | 10 | | | | Ansauglufttemperatursensor (im Luftmengenmesser) | | Unterbrechung/Kurzschluß - Steckverbindung Luftmengenmesser - Verkabelung zw. LMM und ECU - Widerstand des Sensors |
| | | | | | | | | 12 | |   | | Drosselklappenschalter | | Unterbrechung/Kurzschluß - Steckverbindung Drosselklappenschalter - Verkabelung zw. Schalter und ECU - Drosselklappenschalter |
| | | | | | | | | 14 | |     | | Luftdrucksensor (im ECU) | | Unterbrechung/Kurzschluß - ECU |
| | | | | | | | | 15 | |      | | Lambdasonde | | Ausgangssignal unter 0,55V nach Anlassen des Motors. Nach Warmlaufen Ausgangssignal unter 0,55V nach Überschreiten v. 1500U/min - Steckverbindung Lambdasonde - Verkabelung zw. Sonde und ECU - Lambdasonde |
| | | | | | | | | 17 | |        | | Regelkreis | | Ausgangssignal unverändert 32s nach Überschreiten v. 1500U/min - Kraftstoffdruck - Einspritzventil undicht - Zündanlage - Falschlufteintritt - ECU |
| | | | | | | | | 25 | |       | | Druckreglermagnetventil (1. Stufe) | | Unterbrechung/Kurzschluss - Steckverbindung Magnetventil - Verkabelung zw. Ventil und ECU - Durchgang des Magnetventils |
| | | | | | | | | 26 | |        | | Entlüftungsmagnetventil | | Unterbrechung/Kurzschluss - Steckverbindung Magnetventil - Verkabelung zw. Ventil und ECU - Durchgang des Magnetventils |
| | | | | | | | | 34 | |       | | ISC-Ventil | | Unterbrechung/Kurzschluss - Steckverbindung Magnetventil - Verkabelung zw. Ventil und ECU - Durchgang des Magnetventils |
| | | | | | | | | 35 | |        | | Druckreglermagnetventil (2. Stufe) | | Unterbrechung/Kurzschluss - Steckverbindung Magnetventil - Verkabelung zw. Ventil und ECU - Durchgang des Magnetventils |
| | | | | | | | | 41 | |     | | VICS-Ventil | | Unterbrechung/Kurzschluss - Steckverbindung Magnetventil - Verkabelung zw. Ventil und ECU - Durchgang des Magnetventils |
| | | | | | | | | 67 | |             | | Kühllüfterrelais | | Unterbrechung/Kurzschluss - Steckverbindung Lüfterrelais - Verkabelung zw. Relais und ECU - Lüfterrelais |
| | | | | | | | | 69 | |               | | Wassertemperatursensor (Lüfter) | | Unterbrechung/Kurzschluss - Konstanter Befehl für über 108° |
Änderungen in der Xedos Serie 2 ab '94:
- Störungscode 02, jetzt 04 - Störungscode 05, entfallen - Störungscode 67, entfallen - Störungscode 69, entfallen
| | 06 | |      | | Geschwindigkeitssensor | | Kein Eingangssignal vom Geschwindigkeitssensor |
| | | | | | | | | 16 | |       | | EGR-Ventilpositionssensor | | Unterbrechung/Kurzschluss |
| | | | | | | | | 28 | |          | | EGR-Unterdruckmagnetventil | | Unterbrechung/Kurzschluss |
| | | | | | | | | 29 | |           | | EGR-Belüftungsmagnetventil | | Unterbrechung/Kurzschluss |
| | | | | | | | | 55 | |          | | Impulsgeber (ATX) | | Kein Eingangssignal vom Impulsgeber |
| | | | | | | | | 60 | |      | | 1-2-Magnetventil (ATX) | | Unterbrechung/Kurzschluss |
| | | | | | | | | 61 | |       | | 2-3-Magnetventil (ATX) | | Unterbrechung/Kurzschluss |
| | | | | | | | | 62 | |        | | 3-4-Magnetventil (ATX) | | Unterbrechung/Kurzschluss |
| | | | | | | | | 63 | |         | | Überbrückungsmagnetventil (ATX) | | Unterbrechung/Kurzschluss |
Christian Wirthensohn Referenz: www.mazdaxedos6.com
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