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Der Kauf eines gebrauchten Mazda Xedos 6 oder Xedos 9 ist sicher kein Fehler. Er besteht hauptsächlich
aus robusten Großserienteilen des Mazda-Regals und ist daher ebenso auffällig zuverlässig
und langlebig wie dieser. Dank galvanisierter Bleche ist auch Rost kein Thema.
Hier nun einige wissenswerte Informationen, besonders für jeden, der mit dem Gedanken
an einen Kauf eines Xedos 6 oder Xedos 9 spielt:
Beim Xedos 6 sollte bevorzugt zum Zweiliter-Sechszylinder gegriffen werden, beim Xedos 9 zum 2.5i V6. Zwar ist der Xedos 6 mit dem kleineren 1.6i 16V oder der Xedos 9 mit dem kleinen Zweiliter-V6 des Xedos 6 etwas
günstiger in der Anschaffung und auch ein wenig sparsamer, aber leider auch eher für das jeweilige Gewicht etwas schwach
motorisiert.
Durchschnittsverbräuche werden von Fahrern zwar teilweise mit 10-12 Litern angegeben,
jedoch sind bei zivilisierter Fahrweise und gesundem Motor Verbräuche über 10 Liter
kaum wahrscheinlich, bei zurückhaltender Fahrweise sind 8 Liter beim Xedos 6 V6 kein Problem. Für
Modelle mit Automatikgetriebe muss man aber 1 bis 2 Liter pro 100km drauf rechnen.
Kurz: wer den V6 nicht genießen kann, weiß gar nicht, was er verpasst!
Vom Automatikgetriebe sollte man im Fall des Xedos 6 lieber die Finger lassen. Viele
Besitzer klagen darüber, dass es einfach zu viel Fahrspaß raubt und häufig
kaputt geht. Das Automatikgetriebe ist der Knackpunkt des Xedos.
Also: beim Xedos 6 ein Schaltgetriebe bevorzugen! Beim Xedos 9 hört man aber eher selten von Getriebe-Problemen.
Auch wenn der Xedos für 300.000km und mehr gut ist, sollte man beim Kauf
möglichst Modelle mit knapp unter 100.000km vorziehen, falls verfügbar. Man ist so
halbwegs sicher, dass man noch eine Weile Spaß am Xedos haben kann - auch wenn er eigentlich sehr langlebig ist.
Bei Laufleistungen um die 100.000km sollte man auf jeden Fall darauf achten,
dass die Zahnriehmen bereits gewechselt wurden, denn sonst wird's kurz
nach dem Kauf schon teuer.
Die Aufpreislisten waren beim Xedos 6 und besonders beim Xedos 9 recht knapp bemessen.
Da fast alles serienmäßig war, unterscheiden sich die auf dem
Gebrauchtmarkt angebotenen Modelle nur unwesentlich voneinander.
Die (relativ seltenen) Modelle ohne Klimaanlage sollte man gleich ignorieren. Erstens
wird sich ein solches Auto später kaum noch verkaufen lassen und zweitens ist die
Klimaanlage aufgrund der flachen Front- und Heckscheiben unbedingt zu empfehlen.
Neuere Xedos sind sogar mit einer Klimaautomatik ausgestattet.
Bleibt eigentlich nur noch die Frage - Leder oder nicht Leder?
Der Mehrpreis der gebrauchten Xedos mit Ledersitzen (inkl. Sitzheizung)
ist nicht sehr hoch, daher kann zu solchen Modellen mit Leder gegriffen werden.
Gerade bei Xedos-Modellen der ersten Serien wirkt der Innenraum
sonst nicht sonderlich hochwertig. Bei Modellen der zweiten Serie wurden aber
die Stoffsitze modifiziert und wirken deutlich hochwertiger.
In Hinblick auf die Berechnung und zukünftige Entwicklung der KFZ-Steuern in
Deutschland sollten die neueren Modelle
bevorzugt werden, da diese bessere Abgaswerte aufweisen und daher in die steuerlich
günstigere Schadstoffklasse 'Euro 2' eingestuft sind bzw. problemlos nachträglich
umgeschlüsselt werden können (Alt: 'Euro 1' alias 'E2').
Alternativ gibt es inzwischen für alle Xedos 6 und Xedos 9 mit V6-Motoren auch Kaltlaufregler, die eine Umschlüsselung in Euro 2 ermöglichen.
Um den Hauptnachteil des Xedos nicht zu verschweigen: die hohen Ersatzteilpreise
und die wenig reparaturfreundliche Konstruktion haben sich in der Berechnung der Prämien
der Versicherungen entsprechend niedergeschlagen.
Bitte vor dem Kauf von der Versicherung ein Angebot erstellen lassen. Wessen
Schadenfreiheitsrabatt nicht deutlich unter 100% liegt, wird schon sehr tief in die
Tasche greifen müssen!
Bekanntester Mangel beim Xedos 6 ist das wenig haltbare Automatikgetriebe. Das
war es dann auch schon.
Ansonsten gibt es nur mehr oder minder normalen Verschleiß, nur die Bremsscheiben
verschleißen recht zügig (liegt an der Bremsanlage, nicht an mangelnder Qualität
der Scheiben).
Reparaturen sind Mazda-typisch eher selten. Wenn aber mal etwas ist, wird's oft
teuer. Aber nicht unbezahlbar.
Tipp: freie Werkstätten sind oft günstiger und selten schlechter als Vertragswerkstätten.
Gute freie Werkstätten erlauben auch, dass man die Ersatzteile selbst beschafft - und
hier kann man wieder bares Geld sparen!
Einen älteren, aber brauchbaren Xedos 6 V6 kann man durchaus schon für knapp 3.000 Euro
bekommen. Empfehlenswert ist aber auf jeden Fall, mehr auszugeben. Man
bekommt dann recht gute, meist gepflegte, Modelle mit vernünftiger
Laufleistung.
Für neuere Modelle mit schadstoffärmerem Motor und Beifahrerairbag (ab 1996) sollte
man schon mindestens 5.000 Euro einplanen.
Eine interessante Auswahl an Xedos' bieten folgende Anbieter:
•
mobile.de

• AutoScout24
•
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