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Autogas ist in Sachen Feinstaub nicht besser als Benzin. Mein Xedos wirft im Benzin-Betrieb ebenso wenig Feinstaub, nämlich exakt Null, hinten raus wie im Autogas-Betrieb. Das ist ein klassisch einspritzender Benziner, bei dem bekanntlich die Bremsbeläge mehr Feinstaub in die Umwelt abgeben als der Motor.
Um Feinstaub geht es aber bei der Feinstaub-/Plaketten-Verordnung nicht wirklich, sonst dürften die tatsächlichen Feinstaubschleudern, wie Diesel und Benzindirekteinspritzer nicht in die Umweltzonen. Dürfen sie aber. Und gerade beim Diesel bringt der beste Partikelfilter nichts: es gibt technisch schlicht keine Möglichkeit, Feinstaub (= Rußpartikel kleiner 10 nm) zurück zu halten.
Es ist ja sowieso albern: inzwischen ist die Regelung derart aufgeweicht, dass doch praktisch wieder jedes Auto in die Umweltzonen fahren darf. Oldtimer, alte Autos mit G-Kat, Diesel fast jeder Art, stark rußende Linienbusse, Krankenwagen, THW-Fahrzeuge, Behördenfahrzeuge, Polizeifahrzeuge usw. - dürfen alle rein fahren. Da bleiben nur noch ganz wenige Diesel-Stinker und noch weniger Benziner ohne Kat übrig.
Ich habe noch keine Plakette, werde mir aber wohl eine zulegen müssen, weil Mannheim mit eine der ersten Städte ist, die diesen Blödsinn einführt. Und dort muss ich gelegentlich immer wieder hin.
Allerdings weigere ich mich, mir diese Plakette auf die Windschutzscheibe zu kleben. Ich kann Aufkleber auf den Tod nicht ausstehen. Wenn vorne irgendwo etwas klebt, werde ich wahnsinnig. Das stört total. Daher frage ich mich, ob es wohl möglich ist, in Umweltzonen rein zu fahren, wenn die Plakette nur in den Scheibenrahmen geklemmt ist?
Gruß,
Christian
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