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Alt 10.02.2010, 18:43   #8
Xedos9
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Xedos 6 V6 Bj.92 EB; MX-6 V6 Bj.92 de facto EB
Hallo,

ich mische mich mal ein. Auch ich bin grundsätzlich der Ansicht, dass die Bremse des Xedos 6 nicht richtig bemessen ist. Ich hatte zwar in den 400tkm kein Problem was die Wirkung anbelangt (und da waren auch einige Vollbremsungen aus 180+ dabei), aber was bei mir immer wieder auftrat waren i. W. zwei Probleme:
1) die Scheiben bekamen recht schnell einen Schlag (verzogen sich) und dies war beim Bremsen durch Schütteln in der Lenkung / ganzer Vorderwagen mehr oder weniger stark ausgeprägt und
2) speziell die hinteren Bremsscheiben rosteten, aufgrund der geringen Bremskraft, recht zügig.

Des Weiteren gehen die hinteren Bremssättel, wie bekannt, recht leicht fest, so dass diese bei mir 2-mal getauscht wurden. Außerdem mussten sie bei jedem Bremsscheibenwechsel gängig gemacht werden. Vielleicht ist auch dies eine Folge der recht sanften Bremswirkung und der damit verbundenen geringen Bewegung des Sattels.

Wie ihr bereits beschrieben habt ist es natürlich so, dass bei einer zu hohen Bremsleistung an der Hinterachse die Fahrstabilität beeinträchtigt wird. Dies tritt insbesondere dann ein, wenn ein oder beide Räder zum Blockieren beginnen. Unter diesen Umständen ist das Fahrzeug praktisch, selbst bei idealen Fahrbahnbedingungen, nicht auf der Straße zu halten. Ich bin aber auch der Meinung, dass bei zu wenig Bremskraft auf der HA und bei starker Verzögerung (Vollbremsung) das Fahrzeug auch destabilisiert wird, da ja das Heck quasi "schiebt". Ob die Mazda Auslegung hier das Optimum ist, ist fraglich. Beispielsweise bremst das Auto meiner Frau wesentlich stärker an der HA. Die Bremsscheiben sind immer blank und müssen nicht wegen Rost sondern wegen Verschleiß getauscht werden. Außerdem taucht das Auto beim Bremsen wesentlich weniger ein.

Ein Blockieren der HA sollte durch die ABS Anlage jedenfalls verhindert werden, da selbst das im Xedos verbaute (und damit ältere) System den Bremsdruck an der Hinterachse begrenzt sobald ein Rad zum Blockieren neigt. Wie weit das ABS System den Bremskraftverteiler benötigt, weiß ich nicht. Sollte aber das ABS ohne Bremskraftregler funktionieren (was ich glaube und nicht weiß), so stellt sich die Frage ob der vom ABS bei Vollbremsungen erduldete Schlupf die Fahrstabilität in Kurven beeinträchtigt. Dies müsste versucht werden. Idealer Weise noch auf einer unebenen Fahrbahn. Ich glaube schon, da in Kurven, bei annähernd gleichen Reibbeiwerten, immer das kurveninnere Rad zum Blockieren neigen wird und demgemäß die Bremskraft an der HA dann eher gering ist. Die Führungskräfte in Querrichtung werden aber kurvenäußeren Rad übernommen – und hier bestünde ja gemäß vorstehender Begründung keine Blockiergefahr. Wenn das passt, dann sollte auch die Serienbremse an der HA genügen. Die ist dann auch mehr "beschäftigt". Damit bleibt die Scheibe rostfreier und die Sättel in "Bewegung". Eine größere Bremse an der HA ist da vielleicht sogar kontraproduktiv, da sie ja grundsätzlich eine größere Bremsleistung aufweist.

Tja, ob mein Beitrag jetzt so viel bringt? Waren halt mal meine Gedanken zum Thema. Es würde ja schon genügen, die Bremslast etwas zu Gunsten der HA zu verschieben. Kann man das beim X6 einstellen? Wie ist das eigentlich bei den tiefergelegten Xedosen? Früher hatte so ein Bremskraftregler einen Bügel der die Stellung (die Einfederung) der HA berücksichtigte. Damit wurde bei belastetem Heck (durch Zuladung) automatisch mehr Bremskraft an die HA geschickt. Wenn das beim Xedos noch so (primitiv) funktionieren sollte, dann wären bei allen tiefergelegten X automatisch (etwas) mehr Bremskraft an der HA. Hat sich das schon wer angesehen?

An der VA finde ich die K-Sport Anlage vom xedos-shop jedenfalls super.

Schönen Abend noch
Xedos9
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