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XtremeDream 30.07.2007 22:36

Erfahrungen und Lebensdauer
 
Mein stiefvater hat mir letztens verboten den Xedso6 den ich von ihm bekomme zu tunen und Geld hinein zustecken, weil es ein altes Auto ist meint er und es nur noch bissle laufen soll. Er meint wenn nochmal i-was kaputt ist kommt das Auto weg, weil er sowieso eigentlich schon zu viel hineingesteckt hat. darum wollt ich mal Fragen was bei euch so kaputt gegangen ist in den letzten Jahren und ob es sich noch lohnt nen alten Xedos zu tunen weil er glaub scho 92er Baujahr ist.

wirthensohn 30.07.2007 23:19

Na und? Meiner ist auch ein 92er. Und hat über 261.000 km runter.

Er hat im Alter von 12 Jahren einen neuen Felgensatz und eine Neulackierung bekommen, im Alter von 14 Jahren wieder einen und im Alter von 13 Jahren bei Kilometerstand 200.600 sogar einen Umrüstung auf Autogas.

Bevor der Kilometerstand auf dem Tacho nicht mindestens mit einer 3 beginnt, fange ich nicht mal an, über ein neues oder anderes Auto nachzudenken.

An Reparaturen war inzwischen praktisch alles drin. Das ist natürlich ein teures Vergnügen, ganz klar. Aber mein Werkstatt-Meister hat mir erst kürzlich bestätigt, dass an meinem Xedos bisher noch nichts defekt war, was nicht laufleistungsbedingt kaputt gehen MUSS.

Dass Stoßdämpfer keine 300.000 km halten weiß man ebenso vorher, wie auch dass der Zahnriemen alle 100.000 km gewechselt werden muss und dass auch 'ne Lichtmaschine auf eine Lebensdauer von 80.000 km konzipiert ist.

Deshalb ein anderes oder gar ein neues Auto zuzulegen ist bei genauer Rechnung wirtschaftlich totaler Unsinn.

Klar, ich habe auch schon viel zu viel Geld in meinen Xedos gesteckt. Zumindest die diversen Felgensätze und die Lackierung waren blanker Unsinn.

Aber dafür kriege ich doch etwas geboten, was mir kein andere Auto bieten könnte: das ist MEIN Auto, nach meinem persönlichen Geschmack. Es ist alt, aber es sieht perfekt aus. Es ist alt, aber immer noch glauben genug Leute, das Auto sei ziemlich neu. Und immer noch drehen sich einige Kiddies um und schauen recht erstaunt - dazu brauch ich keine Corvette und keinen Porsche, das geht offensichtlich auch mit einem alten Japaner.

Ich finde, alleine die entsetzt erstaunten Blicke der Leute sind unbezahlbar, wenn ich erkläre, dass mein Auto über 15 Jahre alt ist. Solch ungläubige Gesichter sieht man sonst nie ;)

Kurz und gut: Pflege ist alles. Wer so ein Auto nicht zu schätzen weiß und die damit entstehenden Kosten nicht tragen will, der soll sich halt für schweineteures Geld einen hoffnungslos überteuerten und peinlichen Standard-Golf kaufen - denn der hat es nicht besser verdient...

Gruß,
Christian

Olli 31.07.2007 00:04

Also ich finde es auch nicht unbedingt richtig zu sagen, dass man kein Geld mehr in den Wagen stecken sollte. Wenn dir klar ist, dass du den Wagen magst und ihn noch länger fahren willst, dann solltest auch ruhig etwas investieren. Es ist natürlich klar, dass bei einem Auto, welches i. d. R. weit älter als 10 Jahre ist hier und da mal eine Reparatur anfällt. Diese sind beim Xedos nicht unbedingt günstig aber von Wucher kann man auch nicht immer sprechen. Man muss halt bedenken, dass es ein Mittelklassefahrzeug ist und auch einen Vergleich ziehen, was bei der Konkurrenz für die Reparaturen entsprechender Modelle (Passat, 3er, C-Klasse) gezahlt werden muss.
Wichtig ist nur, man muss sich das auch leisten können, also sollte man nicht soviel Geld für Zubehör ausgeben, dass man die Reparaturen nicht zahlen kann. Stell dir vor, du gibst 1000 Euro für neue Felgen und Reifen aus und am nächsten Tag verabschiedet sich der Klimakompressor. Dann wird wieder ein hoher dreistelliger Betrag fällig und mit sowas muss man rechnen.
Ich sehe täglich genug Autos mit dollen Felgen und einem dicken Sportauspuff (kurz um: die Tiefer-Breiter-Lauter-Fraktion), bei denen aber sonst alles klappert und quietscht, weil den Fahrern das Tuning wichtiger war als der einwandfreie Zustand ihres Wagens.


Außerdem sollte dir klar sein, dass das Geld, welches du reinsteckst, weg ist. Unsere Fahrzeuge sind laut Schwacke nicht mehr viel Wert, was z. B. im Falle eines Totalschadens echt hart sein kann, wenn dir die Versicherung sagt, dass der Wagen nur noch 2500 Euro wert war und du zuvor eine Menge Geld investiert hast.

Für mich ist z. B. klar, dass ich den Xedos nicht wieder verkaufen werde, auch wenn ich mal einen anderen Wagen habe, da der Preis, den ich bekommen würde nicht dem ideellen Wert entspricht, den Wagen für mich hat.

Und "tunen" kann man am Xedos ohnehin wenig, da es kaum Teile gibt (okay, mittlerweile ja sogar zwei Bodykits). Und richtiges Tuning, sprich Leistungssteigerung, wurde ja hier schon mehrfach diskutiert. Ein Turbo-Umbau schlägt auch locker mit mehr als 200% des Fahrzeugwertes zu Buche.

Darum muss diese Entscheidung jeder selber treffen, mein Vater hat dafür auch kein Verständnis, er fährt grundsätzlich nur Neuwagen.

Gruß, Olli

Xs!le 31.07.2007 06:43

Beispiel
 
Hy du,

kenne das problem was du hast. Meines erachtens ist der Xedos aber im vergleich zu anderen "neueren" Autos reperaturen technich sehr genügsam.
Du hast zwar bei dem Alter (meiner ist auch von 92) verschleißteile die anfallen, die dann aber nach der reperatur Jahre halten. Es Kommt auf den zustand eures Xedos an.

Beispiel:

03.07.07 2800€ Gekauft, in diesem Jahre war ich wegen folgendem in der Werkstadt:

-Getriebe Öl wechsel (war freiwillig, weil mein 2. gang schwer ging) ca. 50€
-Achsmanchette vorne links
-Stabigelenk hinten links
-Keilriemen gewechselt
-Öl Wechsel (2 mal beim Freund mit hebebühne)
-Bremsbeläge Hinten
-Bremsen komplet vorne (Scheiben, Beläge, Sattel, Bremsflüssigkeit)
-Luftfilter

So im Prinzip wie du Sehen kannst alles Verschleißteile was du bei JEDEM Auto wechsel mußt (Getriebe öl ausgenommen, habe gehoft das die schaltung dadurch noch besser wird). Wenn ich da alles zusammenzähle komme ich auch auf ca. 1000€ mit Werkstadtkosten. Allerdings war das auch das Jahr wo ich mir den gekauft habe und erstmal alles Heile gemacht habe. Ich denke das ich jetzt im nächsten Xedos jahr, nicht dahin bringen muß (evtl. Radlager).

Achso was Kaputt war bei mir noch nicht !!! doch ne Glühbirne :p und das hat mir mein Auto sogar mitgeteilt das mein Bremslicht def. war. Ist er nicht lieb :-D

XtremeDream 31.07.2007 11:28

Was sind denn die Sachen was man mit dem Alter mal wechseln sollte bzw muss weil se kaputt gehn. Bremsen sind neu gemacht vor ca nem Jahr, Auspuff ist auch vor 2 jahren neu gemacht worden und des ABS vor halben Jahr. Was gibts da noch? Stoßdämpfer werd ich dann sowieso durch Sportfahrwerk ersetzen dann wär des auch weg.

Xs!le 31.07.2007 12:26

Tja
 
hy,

Tja, wechsel kannst du viel aber nicht nur das Alter zählt wieviel hat er den auf der Uhr ?

Ich gehe mal von nicht ganz 200.000 Km aus.

Zahnriemen m. Wasserpumpe und Spannrollen (teure angelegenheit), Zündkabel, Lichtmaschiene, Keilriemen, Bremsflüssigkeit, Öl-Wechsel alle 10TKM, Radlager, .... aber wie gesagt muss man bei jedem Auto machen.

Wenn du um die 200 Tausen bist und der Zahnriemen noch nicht gewechselt wurde (muss alle 100 TKM) ist das Wartungsmässug deine Grösste sorge (kosten ca. 600€). Das andere kann man ja wechseln wenn bedarf ist... bzw. in der Portokasse was über ist.

Schau doch mal in der Kostendatenbank nach !!!

PS: Wenn du Ihn Pflegst (ÖL etc.) dann lohnt es sich auch den Riemen zu wechsel denn 300.000 Leuft der Motor "ohne" Probleme.

Ist ein Solides Auto, nicht so ein mist wie Heute !!!

RoRo 31.07.2007 15:21

Moin,

was so alles kaputt geht und gewechselt werden muss hängt auch nicht unwesentlich von deinem Fahrstill ab. Wenn ich jetzt von mir ausgehe kann ich sagen, das bei schonender Fahrweise bei meinem "Oldie" (:)) kaum was kaputt geht. Soll heisen der Ansaugschlauch war mal nach einem Zündkerzen/Ölwechsel eingerissen. Sonst ist in den letzten 3,5 jahren nix bei mir gewesen (bleibt hoffentlich so).

Als ich den X mit 125.000 Km gekauft habe bin ich zum Check gleich mal zur Werkstatt gefahren, die meinten dann alles I.O. Bremsen noch 10.000 km.
Heute habe ich fast 190.000 drauf , der TÜV hat im letzten Winter gemeint Bremsen an der Verschleisgrenze :):) --> kommt daher das ich zum verzögern gerne runterschalte und die Motorbremse nutze.

Wenn ich mir die Werkstattrechnungen der Vergangenen 3,5 Jahre so anschaue sind inkl TÜV keine 900 Euro zusammengekommen!

Kopf dreher nach dem X kommen auch bei mir vor. Zuletzt vor einer Woche am Möbelmarkt, tut schon gut :) obwohl der X noch nicht einmal gewaschen war.

Gruß
Roland

Werde aber wahrscheinlich doch irgendwann einmal ein noch Verbrauchsgünstigeren Wagen fahren.....(bin glaube ich was das Autofahren angeht eher der rationale Typ ;) meistens jedenfalls)

H@ns 31.07.2007 17:23

Hmm, prinzipiell kann man sagen, dass der Wagen in der Robustheit und Reparaturanfälligkeit zur automibilen Oberklasse gehört. Einzig Toyota bzw. Lexus sind besser, das aber deutlich. Wie die Vorredner bereits geschrieben haben, gehen die Dinge kaputt, die irgendwann mal kaputtgehen müssen. Das ist bei einem BMW, Golf und Co genauso. Die Reparaturkosten sind OK, es gibt schließlich fast alles im freien Zubehör.
Aber mit einem alten Auto kann sehr viel in sehr kurzer Zeit anfallen und anschließend ist sehr lange wieder Ruhe. Nur weil die letzten paar Monate das ein oder andere kaputtgeht, sollte man den Kopf nicht hängen lassen. Mit jeder Reparatur ist ein Krisenherd für die nächsten Jahre beseitigt .. und die Anzahl dieser ist beim Xedos Gott sei Dank einigermaßen begrenzt.
Beispiel:
X6 vor 4 Jahren bei 152000 gekauft(3300 €), jetzt 270000 auf der Uhr. Innerhalb von 44000 Kilometern war aller möglicher Scheiss kaputtgegangen, Teile von denen ich gar nicht wusste das die kaputt gehen können ... da vorher nur Toyota und Co angesagt waren, bis auf einen Chrysler, der große Schmerzen bereitete.
152000-196000:
Lambdasonde vorn kaputt
Querlenkergummibuchsen
MSD+ESD
Bremszange vorne rechts (beide erneuert)
Radnabe vorne rechts kaputt
Folge des Radnabendefekts: 4* kaputte Bremsscheiben(Scheibenschlag) vorne innerhalb von 30000 Kilometern sowie 2 Radlager vorne rechts.
Stoßdämpfer rundum auf Koni rot umgeändert, da der Wagen ordentlich nachgeschaukelt hat in Kurven
Stabilisatoren vorne erneuert
Achsmanschette rechts kaputt
WaPu auf Verdacht und Riemen+Rollen gewechselt - dem ist aber kein Fehler zuvorgegangen ;)
Nach dem Riemenwechsel und dem Bremsenelend wegen der Radnabe und Zange vorne rechts war einigermaßen Ruhe.

196000-270000
Fensterheberschalter Fahrerseite
Achsmanschette links
Stabis hinten
Zündkabel- und Kerzen
Antriebswelle rechts komplett
Antriebswelle links Aussengelenk
Öldruckschalter
Kupplungsnehmerzylinderschlauch abgerutscht -> Abschlepper
Bosal ESD+MSD erneut ...
Oh .. in 2 Wochen ist TÜV .. Amen

Das wars. Kein Rost, nix. Im Moment ist die Situation entspannt, die Scherereien in der Anfangszeit einigermaßen verziehen ... Das Loch im Geldbeutel groß ...
Aber die Gesamtkosten sind allemal niedriger als mit einem, bei Kauf, 2 Jahre alten Polo bei der Laufleistung. Und ich will nicht wissen was mir in vergleichbarer Laufleistung und Alter bei einem Deutschen Fabrikat oder einem Franzosen oder gar einem Italiener für traumatische Erfahrungen zuteil geworden wären ... Von daher kann man den X6 sehr wohl empfehlen, da dank des Forums das Risiko berechenbar ist.
Der X6 hat meine Loyalität ganz schön beansprucht, aber die vielen Reparaturen haben sich bis jetzt scheinbar gelohnt. Warten wirs ab ;)

XtremeDream 31.07.2007 23:16

Ok danke, ihr macht mir echt Mut! Weil ich eig schon alles geplant habe, wegen Felgen, Scheiben tönen usw:-D und dann meinte mein Vater kein Geld reinstecken. Bin euch echt dankbar, danke!;)

H@ns 01.08.2007 08:38

Plane lieber die Reparaturen ;) Bedenke bei jeder Reparatur, dass ein neues Auto auch Geld kostet und egal wie Du es drehst, bei einem Neuwagen die Kilometergesamtkosten wegen des Wertverlustets und der Markenwerkstattbindung mindestens doppelt so hoch sind wie beim X6. Und der Gedanke an einen anderen Gebrauchten wenn mal 500 € fällig sind .... der nächste Gebrauchte kann auch ne Menge Ärger machen ...
Ach ja, die Gesamtwerkstatkosten von 152000-270000 lagen bei ca. 6500 €. Spar Dir die Kohle. Macht unter 6 Cent pro Kilometer Wartungskosten .. das ist weniger als der Wertverlust eine jungen Wagens .. auch wenn die Zahl 6500 sehr horrend klingt.

Scheiben tönen Auspuff+Radio+Boxen sowie bissl schönere Felgen (aber nicht so 18 Zoll Niederquerschnitssmonster, die nächste Bordsteinkante bereitet ein jähes Ende) sind OK. Aber eine Tieferlegung würde ich mir nochmal überlegen. Erst letztens hat sich hier im Forum jemand mit einem X9 vor dem ATU den Auspuff abgerissen. Einen dummen Kommentar konnte ich mir nicht sparen. Ich bin jeden Tag immer wieder froh, keine zu haben. Aber das ist eben Geschmackssache. Denke doch über "sinnvolles" Zubehör nach, wie z. B. eine Autogasanlage. Mit sowas drinne macht das fahren doppelt so viel Spass, da die Reue nicht so groß ist. Letzen Endes fährt man doch mal öfters spatzieren ;) Das nenne ich doch mal "psychologisches" Tuning. Ein Auto ist schliesslich zum fahren da .. und dort gerade kostentechnisch kräftigst anzusetzen ist doch gar nicht so verkehrt .. anstelle von einem knüppelharten Fahrwerk und fragilen Felgen, wo man noch um die Schlaglöcher herumkarren muss ....
Must Du wissen, ich würde mir das Geld sparen und lieber reparieren + ne Gasanlage reinzimmern.

XtremeDream 02.08.2007 13:46

Hab ja noch noch 2 Monate zeit, aber ich denk ich werd ihn schon tiefer legen weil haben ja fast alle im Forum und man hört eig hauptsächlich gutes drüber und das wichtigste ist, mir gefällt es^^

Dietmar 03.08.2007 18:01

tja
 
wie hat mein Kumpel Eckhart, der Autowerkstattbesitzer gesagt, als ich ueber die hohen Autokosten jammerte:

Irgend einen Tod musst Du sterben...

Recht hat er!

Gruss Dietmar

Björn 04.08.2007 09:54

@ Christian wie teuer war denn deine neu lackierung würde mich mal interessieren weil ich das nämlich auch schon mal in erwägung gezogen habe besonders nachdem mir letzte woche ein kumpel die haube zerbeult hat und mir ein reh über die motorhaube gelaufen is.

wirthensohn 05.08.2007 19:50

Je nachdem, ob das Auto nur außen oder auch innen z.B. in den Türenfalzen lackiert werden soll, je nach Farbe und ob Du einen Lackierer findest, der Dir den Xedos "nebenbei" (ohne Rechnung) lackiert, musst Du 2.000 bis 4.000 Euro einplanen. Gegebenenfalls plus Zusatzarbeiten wie Demontage, Ausbeulen usw.

Gruß,
Christian

H@ns 10.08.2007 17:02

Heute war TÜV. Nunja, nach 100000 Kilometern waren die Bremklötzer hinten fällig und bissl Rostschutz wurde unten drangekleistert.
Ansonsten: " .... keine Mängel festgestellt"
Die AU: Lambda bei 0,996 ... und Co bei 0,14 (max 0,5)
Die hintere Labdasonde ist schon über 270000 Kilometer alt.

Ich hatte ja Angst dass da was mit den Querlenkern, Spurstangenköpfen (wurden noch nie erneuert) oder sonstigen Gebrechen ist, aber nichts dergleichen :)
Naja, offensichtlich war die viele Repariererei nicht für die Katz :lachen:
Vielleicht schafft der Esel ja noch die +400000 ohne große Schmerzen :)

Resümee: Es lohnt sich doch, zu investieren :-D

Homer 10.08.2007 18:50

Hallo,

ich fahre ebenfalls seit nunmehr 8 Jahren einen Xedos 6 (Bj. 92) und muss sagen, dass ich noch kein anderes Auto hatte, das zuverlässiger war (und ich hatte so einige Autos). 182.000 km hat meiner drauf und selbst das anfällige Automatikgetriebe (das es anfällig ist weiß ich nur vom Lesen) lebt weiter. Fahrwerk ist völlig unverändert, Endtopf trotz viel Kurzstrecke vollkommen in Ordnung, Zahnriemen wollte mir der Kollege in der Werkstatt bei 150.000 Kilometern nicht wechseln, weil der Riemen noch wie neu aussah (wurde auch noch nie gewechselt), von einem nötigen Lichtmaschinenwechseln lese ich gerade in diesem Thread zum ersten Mal und bis jetzt gibt's keinerlei Probleme. Gewechselt wurde nicht viel: Lambdasonde, vordere Bremsscheiben, Kühlverschlussdeckel auf der Beifahrerseite, Mittelschalldämpfer und sonst ... fällt mir nicht mehr viel ein. Habe den Xedos bei 80.000 Kilometern aus 1. Hand von einer älteren Dame (Lehrerin) gekauft und bin damit dieses Jahr zum 6. Mal in den Urlaub in die Türkei gefahren. Vor dem Urlaub war ich zur Kontrolle in der Werkstatt eines Kollegen, bei ATU, Dekra und beim TÜV (welcher fällig wurde) und man hat keine Fehler gefunden. :D

Nun zu den Gründen, wieso ich trotzdem wechseln werde. Der Xedos ist zwar wirklich unverwüstlich, aber so langsam möchte die Familie doch etwas Stärkeres, Geräumigeres (Größeres) und Luxoriöseres haben. Ich dachte da an einen BMW 530d (E60). Da ich, wie gesagt, einmal im Jahr am Stück 3.000 km hin und 3.000 km zurück fahre, kann das nicht schaden. Vor allem die träge Automatik nervt in so manchen Situationen (bei Landstraßenfahrten mit Gegenverkehr und jeweils einer Spur pro Seite und etwas Steigung einen LKW zu überholen, der 40 fährt, ist mit drei erwachsenen Personen + viel Gepäck reine Nervensache im Xedos). Trotz der Zuverlässigkeit und des zeitlosen Designs finde ich den Komfort auch nicht mehr ausreichend. Man wird halt älter. Die Sitze sind nicht besonders und die Klimaanlage kühlt nur vorne, weil hinten keine Düsen sind und da auch so, wie halt eine normale Klimaanlage (keine Klimaautomatik) so kühlt. Ich habe noch keine Position für die linke Mitteldüse gefunden, die nicht nur meine Hand am Lenkrad oder, wenn ich die Düse etwas nach rechts drehe, meinen Ellenbogen kühlt.

Wie dem auch sei, ich habe 8 schöne Jahre mit dem Xedos verbracht und irgendwann wird es halt Zeit, sich zu verabschieden. Wird wahrscheinlich einem Bekannten überlassen. Den BMW wollte ich eigentlich schon vor dem Urlaub kaufen, aber weil ein Händler den Xedos nur für 500 € Inzahlung nehmen wollte und ein anderer sogar so dreist war, mir meinen Xedos nur für einen "symbolischen Euro" Inzahlung nehmen zu wollen und für seinen drei Jahre alten BMW mit 100.000 Kilometern und kaum Ausstattung 26.000 € zu verlangen, habe ich mich stur gestellt und bin ein letztes Mal mit dem Xedos in Urlaub gefahren. :)


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