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Reihenfolge beim Zündung einstellen
Hallo Community,
bin nach meinem Umbau auf KL zur Werkstatt gefahren, um meine Zündung machen zu lassen. Bei 2% CO wohl verständlich ;) Jedenfalls wollte ich fragen, ob jemand weiß, ob es einen Unterschied macht in welcher Reihenfolge die Schritte abgearbeitet werden. Normalerweise heißt es ja - Brücke setzen - Leerlaufdrehzahl an der CO Schraube verstellen - Zündung auf 10° vor OT stellen Mein Mech hat gemacht - Brücke setzen - Zündung auf 10° vor OT einstellen - Leerlaufdrehzahl an der CO Schraube verstellen Hat eine veränderte Reihenfolge einen Einfluss auf den Erfolg? Bei mir war das Ergebnis nämlich nichts...außer dass er jetzt schöner läuft. Nach wie vor 2% CO. Ich habe zwar die Lambdas in Verdacht, aber wenn der Horst einfach die Zündung falsch justiert hat dann wäre das natürlich billiger, einfach in Nachleistung zu gehen. Beste Grüße aus dem Süden, Stefan |
Moin,
die Reihenfolge hat kaum einen Einfluß auf das Ergebnis. Nur wie ich schon sagte,die Lamdas.....denn Du weist ja es war ein Versuch mit der PIN Belegung :-) Wenn die Lamdas platt sind,bzw. nicht richtig Arbeiten ,bekommt das Steuergerät falsche oder keine Werte und somit ist das Gemisch falsch... die Lamdas machen nichts anderes als den Restsauerstoff im Abgas zu messen und diese Infomartion dem Steuergerät mitzuteilen. Das Steuergerät berechnet dann die entsprechnende Menge an Benzin zum einspritzen. Passt dieser Wert nicht, geht das Steuergerät in eine Art ( Notlauf ) oder auch Standardprogramm und dem ensprechend ist der CO Wert zu hoch. Mfg |
also ich bin kein kfz-mech, aber ich würde es eher in der reihenfolge wie dein mech machen. denn die einstellung auf 10° vor OT ist mechanisch vorgegeben und im grunde drehzahlunabhängig (wird nur bei 7.000rpm etwas schwerer zu erkennen sein, ob man genau bei 10° vor OT ist... ;)).
die leerlaufdrehzahl würde ich auch erst bei richtig eingestelltem zündzeitpunkt einstellen, da es vorher unter umständen schwierig ist, die richtige einstellung zu finden, wenn der zündzeitpunkt ganz weit daneben ist. mfg |
Grundsätzlich hat es sicher einen guten Grund, dass für alle (älteren) Autos und in allen Handbüchern grundsätzlich die Reihenfolge Leerlauf -> Zündung vorgegeben wird und dass es eigentlich alle (mir bekannten) Mechs und Meister auch genau so machen.
Davon abgesehen ist der Zündzeitpunkt eben *nicht* rein mechanisch vorgegeben und auch keineswegs drehzahlunabhängig. Das Steuergerät kann selbstverständlich auf den Zündzeitpunkt Einfluss nehmen - und tut das auch: der Zündzeitpunkt muss mit steigender Drehzahl verschoben werden, weil bei höheren Drehzahlen der ideale Zeitpunkt zur Zündung eben nicht mehr bei 10° liegt. Reine Physik. Obendrein *muss* das Steuergerät den Zündzeitpunkt seinerseits deutlich verstellen können, nämlich immer dann, wenn über den Klopfsensor ein Klopfen (also eine frühzeitige, unerwünschte Selbstentzündung des Kraftstoff-Luft-Gemischs) registriert wird. Die mechanische Zündzeitpunkt-Einstellung über Verdrehen des Zündverteilers ist nur die Grundeinstellung bei Leerlaufdrehzahl. Gruß, Christian |
aber wird nicht mit dem setzen der brücke genau dieses eingreifen des steuergerätes ausgeschalten?!
PS: dass ansonsten das steuergerät, abhängig von verschiedensten faktoren, den zündzeitpunkt verschiebt ist mir völlig klar. aber wie gesagt: um die grundeinstellung überhaupt machen zu können will man eben genau dieses eingreifen nicht haben... |
Schon richtig. Die Brücke setzt einen Teil des Regelkreises und die Leerlaufregelung außer Kraft. Dennoch: ohne es Gründe dafür nennen zu können, sagt mir mein Gefühl, dass es sicher sinnvoll ist, gemäß Handbuch-Anleitung vorzugehen und zuerst die Leerlaufdrehzahl einzustellen... ;)
Gruß, Christian |
Wenn man mal unterstellt, dass die angegebenen 10 (?) Grad vor OT bei 1000rpm gelten, macht es durchaus Sinn, vorher den Leerlauf von ~600 auf 1000 hochzudrehen, dann die 10 Grad einzustellen und dann den Leerlauf wieder abzusenken.
Wenn man die Brücke im Diagnosestecker nicht setzt, regelt das Steuergerät ständig den Leerlauf gegen, wenn man ihn hoch oder runter stellen will. Deshalb ist noch ein Punkt vor allen anderen einigermaßen wichtig: Motor warmfahren/warmlaufen lassen. Wenn man sich die Regelei vom Steuergerät zwischen dem normalen Leerlauf und 1000rpm so anschaut, ist das aber eh +/- 1 Grad, also einigermaßen innerhalb der Toleranzen. Die miesen Abgaswerte dürfte das jedenfalls nicht erklären... |
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