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Antrieb

Motor, Luftfilter, Auspuff, Getriebe, ...


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Alt 10.01.2024, 16:49   #11
Eunos500-Ralf
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Beiträge: 50
Zitat:
Zitat von wirthensohn Beitrag anzeigen
Mein persönlicher Rekord mit meinem ersten Xedos 6 (V6 von 1992, allerdings mit 18"-Felgen) lag bei 6,7 Liter. Das war aber leider ein einmaliger Ausrutscher. Im Schnitt lag der Durchschnittsverbrauch vor der Autogas-Umrüstung zwischen 7,5 und 8,0 Liter.

Mit meinem jetzigen Xedos 6 ist an solche Verbräuche nicht nur wegen der prähistorischen Wandlerautomatik natürlich nicht ansatzweise zu denken. Und natürlich braucht man natürlich nochmal 10-15% mehr Autogas als man mit Benzin bräuchte.

Mein Durchschnittsverbrauch seit 2019 laut Spritmonitor liegt bei 10,6 Liter - Autogas halt.

Dafür liegt mein durchschnittlicher Benzinverbrauch bei gerade mal 2,2 Liter!

Mach *das* mal nach

Grüße
Christian

2,2 Liter, ja das ist sensationell...
Autogas mochte ich schon immer. Unverständlich warum sich das nicht flächendeckend durchgesetzt hat.
Bei Gebrauchtwagen sind die mit Autogas meist deutlich teurer, habe ich den Eindruck. Manchmal so drastisch dass man meinen könnte der Umrüstungspreis würde 1:1 draufgeschlagen.


...Ich behaupte, dass sich die 6 Liter noch unterbieten ließen auf vielleicht 5,5 Liter:

80 km/h Autobahn ohne zu stoppen oder zu beschleunigen mit einer Tankfüllung Super. Scheiben zu (was bei meinem Experiment nicht der Fall war, diese waren teils einen Spalt oder halb offen, was den cw-Wert etwas verschlechterte).
Erwähnen muss ich auch, dass ich relativ kleine und schmale Allwetterreifen drauf habe. (Andererseits aber auch klobige, unschöne und unaerodynamische Scheibenwischer, die mir eine frühere Werkstatt drangemacht hatte. Vielleicht auch leicht ungünstig für den Luftwiderstand).
Dann eventuell noch Tempomat aus, wäre Stress für den Fuss, eine solch lange Strecke bei 80 km/h - verbraucht der Tempomat eigentlich nennenswert Sprit und wenn ja, dann nur bei direktem Gebrauch oder auch in Bereitschaft?
Eunos500-Ralf ist offline   Mit Zitat antworten
    
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Alt 10.01.2024, 16:58   #12
wirthensohn
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Benutzerbild von wirthensohn
 
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Ort: Bingen am Rhein
Beiträge: 8.568

Mazda 3 Fastback (2023)
Mazda Xedos 6 2.0 V6 (1992)
Zitat:
Zitat von Eunos500-Ralf Beitrag anzeigen
verbraucht der Tempomat eigentlich nennenswert Sprit und wenn ja, dann nur bei direktem Gebrauch oder auch in Bereitschaft?
In der Theorie sollte der Tempomat grundsätzlich sogar Sprit sparen, da er die Geschwindigkeit deutlich besser konstant halten können sollte, als es der beste Fahrer mit Gasfuß schaffen dürfte.

In der Praxis regeln aber nicht alle Tempomaten wirklich so fein und gut. Und das ist nicht mal ein Problem altertümlicher Tempomat-Systeme, die wie bei den alten Xedos noch mechanisch auf die Drosselklappe wirken. Selbst bei top-aktuellen High-Tech-Autos wie beispielsweise meinem neuen Mazda 3 (Modelljahrgang 2024) könnte der Tempomat gerne etwas geschmeidiger und schneller regeln.

Das reine Vorhandensein oder auch das Steuergerät des Tempomat wird aber gewiss nicht für einen Mehrverbrauch sorgen, selbst wenn der Hauptschalter eingeschaltet ist. Der Stromverbrauch des Steuergeräts kann definitiv vernachlässigt werden im Vergleich zum Stromverbrauch der restlichen Elektrik und die eigentliche Hauptarbeit beim Halten der Geschwindigkeit übernimmt das Stellelement und auch dessen Energiebedarf dürfte man sicher als irrelevant bezeichnen können.

Grüße
Christian
wirthensohn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2024, 17:01   #13
Eunos500-Ralf
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Beiträge: 50
Zitat:
Zitat von wirthensohn Beitrag anzeigen
In der Theorie sollte der Tempomat grundsätzlich sogar Sprit sparen, da er die Geschwindigkeit deutlich besser konstant halten können sollte, als es der beste Fahrer mit Gasfuß schaffen dürfte.

In der Praxis regeln aber nicht alle Tempomaten wirklich so fein und gut. Und das ist nicht mal ein Problem altertümlicher Tempomat-Systeme, die wie bei den alten Xedos noch mechanisch auf die Drosselklappe wirken. Selbst bei top-aktuellen High-Tech-Autos wie beispielsweise meinem neuen Mazda 3 (Modelljahrgang 2024) könnte der Tempomat gerne etwas geschmeidiger und schneller regeln.

Das reine Vorhandensein oder auch das Steuergerät des Tempomat wird aber gewiss nicht für einen Mehrverbrauch sorgen, selbst wenn der Hauptschalter eingeschaltet ist. Der Stromverbrauch des Steuergeräts kann definitiv vernachlässigt werden im Vergleich zum Stromverbrauch der restlichen Elektrik und die eigentliche Hauptarbeit beim Halten der Geschwindigkeit übernimmt das Stellelement und auch dessen Energiebedarf dürfte man sicher als irrelevant bezeichnen können.

Grüße
Christian

Okay gut, dann werde ich weiterhin den Tempomat so oft wie möglich nutzen.
Beste Grüße, Ralf
Eunos500-Ralf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2024, 11:35   #14
Mazda RX-7 SA
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X9 2,5i V6 MTX '00; X6 2,0i V6 MTX '98 & X9 FL '02
Mazda 6 MPS 2006 & Mazda RX-7 SA 1981
Zitat:
Zitat von Eunos500-Ralf Beitrag anzeigen
Autogas mochte ich schon immer. Unverständlich warum sich das nicht flächendeckend durchgesetzt hat.
Weil sich OEMs kaum mit dem Thema befasst haben.
Nur in der Theorie ist es so gut mit Autogas zu fahren. In der Praxis schaut es schon anders aus.
Das Hauptproblem ist die Nachrüstung selbst.
Weil wir reden da ja von einem neuen Steuergerät, welches zumindest zusätzlich zum Originalen verbaut wird.
Keiner der Nachrüster prüft und stellt die Regelung so sorgfältig ein wie ein OEM am zb. Originalen Steuergerät für Benzin.

Man liest oft von Problemen mit den Ventilen bzw. deren Sitzen. Und manch anderen Dingen die halt etwas anders zu bewerten/berücksichtigen sind als bei reinem Benzinbetrieb.

Dann kommen die teueren Umrüstkosten, der sehr starke Eingriff in das Auto, der deutlich verkleinerte Kofferraum durch den Gastank.

Das sind alles Dinge, warum das in breiter Masse nie angenommen wurde.
Für mich käme Autogas nur dann in Frage, wenn das ab Werk verbaut ist. Und damit meine ich nicht eine beim ausliefernden Händlern nachgerüstete Universal-Anlage (wie das zb Mazda beim GF gemacht hatte).
Sondern einfach eine spezielle Ausführung von einem Modell, ähnlich wie eine Option für Allrad. Die dann folgende technische Ausführungen haben müsste:
  • anstelle des normalen Benzintanks ein kleiner Benzintank und ein großer Gastank (mit exakt gleichem Kofferraum-Volumen wie das Benzin-Modell!)
  • Gasfüll-Anschluß perfekt in den Tankdeckel integriert
  • 2 separate Tank-Uhren im Tacho (optisch perfekt) inkl. Anzeige was gerade aktiv & passender Umschalter bei allen anderen Schalter (bei denen für Tempomat & Co)
  • Gas und Benzin wird über die selben(!) Einspritzdüsen eingespritzt
  • das EINE(!) Original-Motorsteuergerät macht beides gleich perfekt (Gas- und Benzin-Betrieb)
  • alle Komponenten sorgsam im Motorraum integriert wie alles andere das ab Werk dort verbaut wird
  • der Motor wird inkl. des Steuergerätes ausgiebig getestet und bei Bedarf daran angepasst (andere Ventilsitze zb) um die gleiche Lebensdauer zu gewährleisten wie man bei Benzinbetrieb gewohnt ist


Zitat:
Zitat von Eunos500-Ralf Beitrag anzeigen
Dann eventuell noch Tempomat aus, wäre Stress für den Fuss, eine solch lange Strecke bei 80 km/h - verbraucht der Tempomat eigentlich nennenswert Sprit und wenn ja, dann nur bei direktem Gebrauch oder auch in Bereitschaft?


Du meinst sicher die allg. Aussage, dass man mit Tempomat mehr verbraucht.
Das kann ich erklären. Das liegt nicht am Tempomat selbst, sondern einfach an seiner Arbeitsweise.
Das einzige was der macht ist, die Drosselklappe so auf und zu zu machen (Leistungsregelung vom Motor) um die eingestellte Geschwindigkeit zu halten.
Teilweise mit relativ viel Gas.
Wenn man aber ohne Tempomat fährt, sieht man ja was vor einem ist und kann auf gewisse Umstände früher reagieren. Wenn eine kurze Steigung gefolgt von einem Gefälle kommt, lässt man ihn etwas langsamer werden um ihn dann beim Gefälle rollen zu lassen. Das macht der Tempomat anders und deswegen kann der Verbrauch unterschiedlich sein.
Im Wesentlichen sind die Unterschiede nur dann bemerkbar, wenn es nicht gleichmäßig dahin geht.
Wenn du 100km ohne abbremsen, ohne LKWs, ohne Beschleunigungen fahren kannst, wirst mit Tempomat nicht mehr verbrauchen als ohne.
Mazda RX-7 SA ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2024, 15:22   #15
Eunos500-Ralf
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[QUOTE=Mazda RX-7 SA;149393][FONT="Arial"]

Weil sich OEMs kaum mit dem Thema befasst haben.
Nur in der Theorie ist es so gut mit Autogas zu fahren. In der Praxis schaut es schon anders aus.
Das Hauptproblem ist die Nachrüstung selbst.
Weil wir reden da ja von einem neuen Steuergerät, welches zumindest zusätzlich zum Originalen verbaut wird.
Keiner der Nachrüster prüft und stellt die Regelung so sorgfältig ein wie ein OEM am zb. Originalen Steuergerät für Benzin.

Man liest oft von Problemen mit den Ventilen bzw. deren Sitzen. Und manch anderen Dingen die halt etwas anders zu bewerten/berücksichtigen sind als bei reinem Benzinbetrieb.

Dann kommen die teueren Umrüstkosten, der sehr starke Eingriff in das Auto, der deutlich verkleinerte Kofferraum durch den Gastank.

Das sind alles Dinge, warum das in breiter Masse nie angenommen wurde.
Für mich käme Autogas nur dann in Frage, wenn das ab Werk verbaut ist. Und damit meine ich nicht eine beim ausliefernden Händlern nachgerüstete Universal-Anlage (wie das zb Mazda beim GF gemacht hatte).
Sondern einfach eine spezielle Ausführung von einem Modell, ähnlich wie eine Option für Allrad. Die dann folgende technische Ausführungen haben müsste:
  • anstelle des normalen Benzintanks ein kleiner Benzintank und ein großer Gastank (mit exakt gleichem Kofferraum-Volumen wie das Benzin-Modell!)
  • Gasfüll-Anschluß perfekt in den Tankdeckel integriert
  • 2 separate Tank-Uhren im Tacho (optisch perfekt) inkl. Anzeige was gerade aktiv & passender Umschalter bei allen anderen Schalter (bei denen für Tempomat & Co)
  • Gas und Benzin wird über die selben(!) Einspritzdüsen eingespritzt
  • das EINE(!) Original-Motorsteuergerät macht beides gleich perfekt (Gas- und Benzin-Betrieb)
  • alle Komponenten sorgsam im Motorraum integriert wie alles andere das ab Werk dort verbaut wird
  • der Motor wird inkl. des Steuergerätes ausgiebig getestet und bei Bedarf daran angepasst (andere Ventilsitze zb) um die gleiche Lebensdauer zu gewährleisten wie man bei Benzinbetrieb gewohnt ist


Krass wie unperfekt das dann alles sein kann mit Autogas.
Wenn man dann Gebrauchtangebote sieht für Autogas-PKW zu hohen Preisen, wo dann schon weit über 100t km mit Autogas gefahren wurde und gefühlt der komplette Einbaupreis auf den VK-Preis draufgeschlagen wird, kann man sich schon denken, was das für Abzock-Angebote sind und was noch an Wartungs- und Folgekosten kommen kann.

Für Wenigfahrer kommt es eh nicht in Frage...
Eunos500-Ralf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2024, 16:02   #16
wirthensohn
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Mazda 3 Fastback (2023)
Mazda Xedos 6 2.0 V6 (1992)
Eigentlich wollte ich mich zum Autogas-Thema hier gar nicht äußern, weil es dazu wahrlich genug Diskussionen in den letzten 20 Jahren hier im Forum gab, aber jetzt dann doch...

Eine Nachrüstlösung ist nie perfekt, wie es eine werksseitige Lösung sein *kann*. In der Regel sind aber selbst "werksseitige" Lösungen auch nur Nachrüstungen, die nach der Produktion des Fahrzeugs zusätzlich eingebaut werden.

Richtig saubere Werkslösungen gibt es aber in der Tat, aktuell von Dacia und Renault. Dacia ist inzwischen sogar dazu übergegangen, die "Basismodelle" generell serienmäßig ohne Aufpreis mit Autogas anzubieten. Die Dacia-Lösung ist sogar insofern außergewöhnlich und einzigartig, weil der Renault-Dreizylinder-Turbo im Benzin-Betrieb nur 91 PS leistet, im Autogas-Betrieb aber 100 PS. Normalerweise ist die Leistung bei Werks-Autogas-Systemen im Autogasbetrieb ein paar PS geringer, bei guten Nachrüstungen identisch.

So ziemlich alles andere, was Mazda RX-7 SA schreibt, sehe ich aber mit meiner Erfahrung aus inzwischen 19 Jahren und drei Autogas-Fahrzeugen etwas anders:

- Ich erwarte beim Autogas-Auto das gleiche Kofferraumvolumen wie beim reinen Benzin-Auto, aber bitte mit weiterhin gleich großen Benzintank. Das ist aber auch bei Nachrüstlösungen gängig, weil der Gastank in der Reserveradmulde bzw. unter dem Kofferraum verschwindet. Lediglich dieser zusätzliche Stauraum (falls kein Reserverad vorhanden ist) entfällt. Das kann ich aufgrund der erheblichen Vorteile gerne verschmerzen.

- hat man nur noch einen kleinen Benzintank (max. 10 Liter), kann das Fahrzeug als reines Autogas-Auto angemeldet und versteuert werden. Der steuerliche Vorteil ist aber eher verschwindend gering, der zusätzlich Aufwand bei der Zulassung aber nicht. Deshalb gibt es das selbst bei Werks-Lösungen nicht. Nur bei Erdgas-Fahrzeugen findet man sowas gelegentlich.

- Ich selbst habe selten mehr als 10 Liter Benzin im Benzintank (wozu auch?). Aber es ist schon gut, für den Fall der Fälle den kompletten Tank als Reserve zu haben - auch wenn ich das in den 19 Jahren noch nie genutzt habe.

- Zwei separate Tankstandanzeigen sind nicht wünschenswert, sondern Pflicht seitens des Gesetzgebers. Bei Nachrüstlösungen (auch wenn sie vom Autohersteller kommen) ist das meist eine LED-Anzeige direkt am Bedienteil mit dem Umschalter (Benzin-Autogas). Es gibt aber auch werksseitige Lösungen, bei denen entweder beide Tankinhalte im Kombiinstrument angezeigt werden oder aber immer der Tankinhalt des gerade genutzten Kraftstoffs angezeigt wird.

- Gas und Benzin *kann* man nicht über die gleichen Einspritzdüsen einspritzen. Das geht schon aufgrund der völlig unterschiedlichen Eigentschaften der Kraftstoffe nicht: wir haben einmal eine Flüssigkeit mit etwa 3 bar Druck und andererseits ein Gas. Das Gas benötigt ganz andere Ventile und injektoren als die Flüssigkeit.

- Ein einzelnes Steuergerät statt separate wäre vielleicht möglich, aber nicht unbedingt vorteilhaft. Ja, in der Praxis werden die Gas-Injektoren über das separate Steuergerät angesteuert. Das ist aber kein Problem und moderne Gasanlagen sind selbstlernend und selbstadaptierend und steuern die Gasanlage so perfekt, wie es nur möglich ist - schon meine erste Gasanlage von 2005 war selbstlernend und hat sich sogar beim KL-Swap (vom 2.0 V6 auf den 2.5 V6) auf den größeren Motor stillschweigend perfekt selbst angepasst.

- das mit den Ventilen und Ventilsitzen ist ein oft überbewertetes Problem und wird nur dann überhaupt zum Problem, wenn es sich um einen Motor handelt, der keine gehärteten Ventilsitze hat und oft oder zu lange mit hoher Last betrieben wird. Dieses Problem haben insbesondere die Mazda-Benziner vor Zoom-Zoom nicht (serienmäßig gehärtete Ventilsitze, außer dem 1.5i 16V Z5). Und alle Autos, die ab Hersteller mit Autogas angeboten werden (einschließlich Mazda 6 GG) bekommen sowieso gehärtete Ventilsitze. Oder der Motor bekommt gehärtete Ventilsitze bei der Umrüstung.

Von daher sollte man Autogas nicht generell so schlecht reden.

Die üblichen Gegen-Argumente wie

- der Platzverlust im Kofferraum (lediglich das Reserverad weicht dem Autogastank)
- der zusätzliche Wartungsaufwand (völliger Quatsch)
- die teureren Zündkerzen und häufigeren Wechsel (ebenfalls völliger Quatsch)
- die zusätzlichen Kosten beim TÜV (genau 20 Euro alle zwei Jahre)
- die Ventil-Probleme (nur, wenn man einen ungeeigneten Motor umrüsten lässt)
- der Mehrverbrauch (ja, 10% mehr wegen des geringeren Energiegehalts, dem gegenüber steht der halbe Literpreis)

all das sollte man bitte immer unvoreingenommen hinterfragen - um dann festzustellen, dass an all den Argumenten nicht gar sooo viel dran ist.

Allerdings werden auch gerne mal die Nachteile von Erdgas-Fahrzeugen auch den Autogas-Fahrzeugen oder -Umrüstungen angedichtet, wenn Leute Erdgas und Autogas nicht auseinander halten können - und das kommt in den Medien nicht mal selten vor

Grüße
Christian

Geändert von wirthensohn (11.01.2024 um 16:18 Uhr)
wirthensohn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2024, 21:45   #17
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Zitat:
Zitat von wirthensohn Beitrag anzeigen
Eine Nachrüstlösung ist nie perfekt, wie es eine werksseitige Lösung sein *kann*. In der Regel sind aber selbst "werksseitige" Lösungen auch nur Nachrüstungen, die nach der Produktion des Fahrzeugs zusätzlich eingebaut werden.
Aber nur darum geht es mir!
Ich rede Autogas nicht schlecht. Sonder nur den Umstand, dass es 99% Umrüstungen sind. Und das ist für mich der Makel an der Sache.

Aus deiner Antwort entnehme ich, dass mich nicht verstanden hast.


Ich wollte darstellen, dass diese (für mich als Techniker und Hobby-Schrauber !!) plump ausgeführten Nachrüstungen für mich nicht in Frage kommen.
Aber selbst die optimalst ausgeführte Nachrüstung bleibt eine Nachrüstung, das will ich nicht bei so kritischen Sachen.
Warum? Ein Erklärungs-Versuch:
- es werden Löcher gebohrt wo vorher keine waren
- es werden Kabel und Leitungen verlegt wo keine waren und nicht nach dem "OEM-Style"
- es werden unnötige Sachen verbaut, weil nur ein "Insel-System" eingebaut wird (der OEM würde sonst Komponenten gemeinsam verwenden)
- Hergestellt i.d.R. in Europa nicht japanischer Herkunft (ich kaufe nicht umsonst ein Auto aus Japan!)
- unnötige Kosten für den Gebrauchtwagen-Käufer (ich kaufe nur Gebrauchtwagen, die dann ja ab Werk automatisch schon die Gasanlage drin hätten)


Und noch zu den einzelnen Punkten:

Zitat:
Zitat von wirthensohn Beitrag anzeigen
- Ich erwarte beim Autogas-Auto das gleiche Kofferraumvolumen wie beim reinen Benzin-Auto, aber bitte mit weiterhin gleich großen Benzintank. Das ist aber auch bei Nachrüstlösungen gängig, weil der Gastank in der Reserveradmulde bzw. unter dem Kofferraum verschwindet. Lediglich dieser zusätzliche Stauraum (falls kein Reserverad vorhanden ist) entfällt. Das kann ich aufgrund der erheblichen Vorteile gerne verschmerzen.

- Ich selbst habe selten mehr als 10 Liter Benzin im Benzintank (wozu auch?). Aber es ist schon gut, für den Fall der Fälle den kompletten Tank als Reserve zu haben - auch wenn ich das in den 19 Jahren noch nie genutzt habe.
Da widersprichst dich aber selbst.
Welchen Sinn hat es den gleich großen Benzintank drin zu lassen wenn man den eh nicht nutzt?
Ich meine, dass statt z.b. einem 65L Benzintank einer mit ca. 30L verbaut wird und das restliche Volumen für einen Gastank nutzen.
Gastank in der Reserveradmulde kommt für mich nicht in Frage. Erstens zu klein und zweitens würde ein OEM das nicht so machen. Denn entweder haben alle Ausführungen eines Modells ein Reserverad an Bord oder nicht. Also wenn schon, dann keine Mulde dafür am Unterboden an der Stelle ein größerer Gastank.

Zitat:
Zitat von wirthensohn Beitrag anzeigen
- Zwei separate Tankstandanzeigen sind nicht wünschenswert, sondern Pflicht seitens des Gesetzgebers. Bei Nachrüstlösungen (auch wenn sie vom Autohersteller kommen) ist das meist eine LED-Anzeige direkt am Bedienteil mit dem Umschalter (Benzin-Autogas). Es gibt aber auch werksseitige Lösungen, bei denen entweder beide Tankinhalte im Kombiinstrument angezeigt werden oder aber immer der Tankinhalt des gerade genutzten Kraftstoffs angezeigt wird.
Mir geht es nicht um das "ob" sonder um das "wie"!
Ich bin auch Ästhet und somit muss das optisch passen. Wenn ein OEM das machen würde, dann gäbe es im Tacho eine 2. Tanknadel für Gas.
Eine so plumpe LED-Anzeige geht gar nicht.


Zitat:
Zitat von wirthensohn Beitrag anzeigen
- Gas und Benzin *kann* man nicht über die gleichen Einspritzdüsen einspritzen. Das geht schon aufgrund der völlig unterschiedlichen Eigentschaften der Kraftstoffe nicht: wir haben einmal eine Flüssigkeit mit etwa 3 bar Druck und andererseits ein Gas. Das Gas benötigt ganz andere Ventile und injektoren als die Flüssigkeit.
Ich gebe zu, ich habe mich nicht im Detail damit beschäftigt. Allerdings habe ich beruflich mit Ventilen zu tun, daher bin ich mir ziemlich sicher ein OEM würde eine Lösung finden um mit einem Satz Düsen auszukommen.
Solch eine Entwicklungsarbeit vermisse ich.


Zitat:
Zitat von wirthensohn Beitrag anzeigen
- Ein einzelnes Steuergerät statt separate wäre vielleicht möglich, aber nicht unbedingt vorteilhaft. Ja, in der Praxis werden die Gas-Injektoren über das separate Steuergerät angesteuert. Das ist aber kein Problem und moderne Gasanlagen sind selbstlernend und selbstadaptierend und steuern die Gasanlage so perfekt, wie es nur möglich ist - schon meine erste Gasanlage von 2005 war selbstlernend und hat sich sogar beim KL-Swap (vom 2.0 V6 auf den 2.5 V6) auf den größeren Motor stillschweigend perfekt selbst angepasst.
Welchen Vorteil hat ein separates Steuergerät? Kostet nur mehr und unnötig kompliziert.
Das ist alles schön und gut. Aber woher siehst du, dass die Anlage "perfekt" läuft? Hast du z.b. die Lambdawerte beobachtet oder aufgezeichnet?

Es bleibt aber halt bei einem Universal-Steuergerät mit kaum bis keiner Berücksichtigung der Eigenheiten des tatsächlichen Motors.
Ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema Software-Abstimmung von Original-Motorsteuergeräten, landläufig als "Chiptuning" bekannt.
Da wird mit viel Arbeit, Fleiß, Erfahrung und Vergleichswerten von gleichen(!) Motoren ein kleiner Teil der für den Motor spezifischen Original-Software angepasst.

Bei größeren Umbauten wird dann auf frei-programmierbare Steuergeräte umgebaut. Da braucht man noch viel mehr Erfahrung und es ist viel mehr Arbeitseinsatz notwendig, um das "sauber" abzustimmen. Und da fallen oft Feinheiten zum Opfer (schwer zu erklären).

Und da soll die Abstimmung auf einem Universal-Steuergerät einer Universal-Gasanlage optimalst laufen? Wo 90% der Kunden nur nach dem Preis fragt und es immer zu teuer ist. Sprich kaum ein Umrüster beschäftigt sich mit der individuellen Abstimmung länger als notwendig.


Zitat:
Zitat von wirthensohn Beitrag anzeigen
- das mit den Ventilen und Ventilsitzen ist ein oft überbewertetes Problem und wird nur dann überhaupt zum Problem, wenn es sich um einen Motor handelt, der keine gehärteten Ventilsitze hat und oft oder zu lange mit hoher Last betrieben wird. Dieses Problem haben insbesondere die Mazda-Benziner vor Zoom-Zoom nicht (serienmäßig gehärtete Ventilsitze, außer dem 1.5i 16V Z5). Und alle Autos, die ab Hersteller mit Autogas angeboten werden (einschließlich Mazda 6 GG) bekommen sowieso gehärtete Ventilsitze. Oder der Motor bekommt gehärtete Ventilsitze bei der Umrüstung.
Du redest an meinem Punkt vorbei.
Mein Anspruch ist, der OEM muss den Motor so bauen dass er gleich gut mit Gas wie mit Benzin funktioniert. Egal ob da was geändert wird oder nicht.
Es gibt genügend Fälle, wo nach einigen km auf Gas der Kopf getauscht werden musste. Das komische ist halt, dass das beim gleichen Motor der nur mit Benzin läuft nicht passiert.
Also läuft beim Gasbetrieb was falsch. Auf das will ich hinaus. Mir egal was falsch ist, Fakt ist bei gewissen Motoren (ja klar nicht bei allen) laufen diese mit Gas nicht auf Dauer.
Das würde nicht passieren, wenn im Lastenheft der Entwicklung beim OEM Gasbetrieb stehen würde.

Dass es verschiedene Hersteller solcher Anlagen und unzählige Umrüster-Firmen gibt, macht das ganze erst zum Komplett-Chaos.
Weil man dadurch nicht mal aus den Erfahrungen was herauslesen kann wer oder was in der Kette das eigentliche Problem ist.

Wenn aber alles aus einer Hand käme, gäbe es das Problem gar nicht. Bin mir sicher, dann wären auch deutlich mehr Gas-Autos erfolgreich in Verwendung!

So weit.....
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